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01.08.2018

Albtour 2018 - Tag 9

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Heute am 9. Tag sind wir schon etwas wehmütig geworden, denn es war der vorletzte Tourtag. Auf dem Weg zum ersten Ziel haben wir 333.33 km erreicht. In Sonnenbühl-Undingen haben wir die Albfactory besichtigt. Das Osterei-Museum in Erpfingen feiert 25-jähriges Jubiläum – da war ein Besuch eine Selbstverständlichkeit. In Meidelstetten informierten wir uns über das „Holzstüble“. Und wenn wir in dieser Gegend sind, darf ein Besuch bei Willi Wolf auf gar keinen Fall fehlen.

Die Albfactory ist ein innovatives Verpackungszentrum und dort wurden wir von den Inhaber_innen Hage und Müller ganz herzlich begrüßt. Die neue Produktionshalle in Undingen ist ein KFW70-Gebäude und wird durch Solarplatten und einer Kleinwindenergieanlage mit erneuerbarem Strom versorgt. Innovativ ist der Betrieb aber vor allem im Bereich Verpackungen. Hier entstehen elegante Geschenkboxen, mannshohe Aufsteller oder personalisierte Verpackungen. In der Halle wird gedruckt und geplottet – ohne den Einsatz von Werkzeugen. Der Rundgang war interessant und die junge Belegschaft strahlt Kreativität und vor allem Freude an der Arbeit aus. Ich habe ein sehr dynamisches, zukunftsorientiertes und innovatives Unternehmen gesehen, dem ich weiterhin viel Erfolg wünsche.

Weiter ging es zum Osterei-Museum in Erpfingen. Das Museum feiert dieses Jahr sein 25-jähriges Jubiläum. Es war das erste Museum dieser Art und beherbergt mittlerweile rund 8.000 Ostereier. Frau Anna Barkefeld, die Museumsleiterin sowie die Künstlerin Marina Mikowa haben uns mit einer kleinen Einführung in die verschiedenen Techniken der Ostereigestaltung empfangen und danach konnte ich die Sonderausstellung „Rot in Schale“ bewundern. Rot und Silber sind die Hauptfarben der Ausstellung und ich bin wirklich überrascht, wie unterschiedlich Ostereier gestaltet werden können – traditionell, lustig bis modern. Vor allem haben mich die vielen Angebote für Kinder begeistert. Mein Fazit: das Museum wird mit viel Liebe und Engagement geführt. Und ich war wirklich gerührt, wie herzlich ich dort begrüßt wurde.

In Meidelstetten haben wir im „Holzstüble“ wieder einmal ein wunderbares neues Geschäftsmodell entdeckt. Martin Knapp ist Schreiner und früher war Drechseln sein Hobby. Heute drechselt er in seiner heimeligen Werkstatt wunderschöne Schreibgeräte und Accessoires und zwar aus recycelten Holzarten und ganz individuell aus selbst mitgebrachtem Holz. Seine Frau verarbeitet Holz aus der Region zu schönen Schmuckstück, die sie gemeinsam mit ihrem Mann auf Märkten verkauft. Ich war sehr beeindruckt von dieser tollen Geschäftsidee, denn sie passt wunderbar auf die Alb. Ich wünsche dem sehr sympathischen Ehepaar viel Glück und viele interessierte Käufer_innen.  

Meine letzte Station am heutigen Tag war bei Willi Wolf, dem schwäbischen Cowboy und Albbüffelzüchter – mit dem Herz am richtigen Fleck. Es war ein schöner (und wie immer auch lustiger) Austausch rund um die Landwirtschaft und um Themen, die ihn und mich bewegen – Landwirtschaft, Wolf, über die Konkurrenz auf landwirtschaftlichen Flächen, Tierschutz, Export von Zuchttieren, Bürokratie, Düngeverordnung, Energie und vieles, was wir sonst noch wissen müssen. Danach sind wir – wie immer nach Gesprächen mit Willi – gut gelaunt und gut informiert mit dem Rad zu unserem letzten Abend aufgebrochen.