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03.10.2018

Besuch beim Weltladen Münsingen

Der Weltladen Münsingen hat mir Unterschriften überreicht – für gute und faire Arbeitsbedingungen – weltweit! Diese Unterschriften nehme ich mit nach Berlin und ich werde sie auch in meiner parlamentarischen Arbeit nutzen. Das Thema ist mir wichtig, denn in der gesamten Lieferkette vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt müssen menschenwürdige Arbeitsbedingungen sichergestellt werden. Nur so kann nachhaltige Entwicklung entstehen.

Die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) müssen weltweit gewährleistet sein und die Löhne müssen den Menschen zum Leben reichen. Auch die internationalen Vereinbarungen wie Global Compact und die Leitsätze der OECD für multinationale Unternehmen müssen als Mindeststandard überall gelten. Die Realität sieht aber anders aus: Kinderarbeit auf Kakaoplantagen, Hungerlöhne in asiatischen Textilfabriken, Rohstoffe, die bewaffnete Konflikte finanzieren. Überall auf der Welt kommt es in den Lieferketten zu Menschenrechtsverletzungen. Damit muss Schluss sein.

Wir fordern deshalb eine bessere Kennzeichnung von fair gehandelten Produkten, damit für Kundinnen und Kunden sofort erkennbar ist, welche Produkte echte Entwicklungschancen schaffen. Verantwortlich sind aber vor allem die Unternehmen für das, was sie tun. Es ist an der Zeit, endlich verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflichten einzuführen. Wir brauchen eine zukunftsfähige Unternehmensverantwortung. Wenn die Geschäftspraxis von Unternehmen nachweislich zu Menschenrechtsverletzungen führt, müssen die Opfer zivilrechtliche Klagen einreichen und Schadensersatz fordern können. Notwendig hierzu sind klare Regeln und gesetzliche Rahmenbedingungen. Wenn Unternehmen dagegen verstoßen, müssen Sanktionen folgen. Unternehmen müssen auch verpflichtet werden, eine fortlaufende, menschenrechtsbezogene Risikoanalyse und geeignete Präventionsmaßnahmen einzuführen. Außerdem ist echte Transparenz zwingend erforderlich, damit Menschenrechtsverletzungen überhaupt aufgedeckt werden können. Gute und faire Arbeit ist weltweit auch in einer globalisierten Wirtschaft möglich – sofern der politische Wille vorhanden ist. Davon würden nicht nur die Menschen in den Produktionsländern profitieren, sondern auch die deutsche Wirtschaft. Denn ein einheitlicher gesetzlicher Rahmen schafft gleiche Voraussetzungen für alle.

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  1. Beate Müller-Gemmeke
    Beate Müller-Gemmeke: RT @katdro: #Merkel gerade im Parlament zu #CETA: Das Abkommen wird vorläufig angewandt, es geht nix verloren wenn wir es aktuell nicht bes…

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