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10.09.2017

Film-Matinee „Die Reise zum sichersten Ort der Erde“ mit Sylvia Kotting-Uhl MdB

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Dieser Vormittag im Kino Kamino war ernst, aber wichtig. Mit dabei war Sylvia Kotting-Uhl. Sie ist Sprecherin für Atompolitik und hat das Gesetz zur Endlagersuche als Mitglied der Endlagerkommission mitverhandelt. Sie weiß also genau vor welchen Herausforderungen wir stehen, wenn es um die Entsorgung des giftigen Atommülls geht. Der Film war beeindruckend und im Anschluss gab es eine sehr anregende Diskussion.

Im Mittelpunkt des Filmes steht Charles McCombie. Der britische Atomphysiker sucht weltweit nach passenden Orten für nukleare Endlager. Seit 35 Jahren berät er Regierungen in dieser Frage.

Die Dokumentation begibt sich mit McCombie auf eine Reise um die Welt. Die Bilder, die auf dieser Reise entstanden, sind eindrucksvoll: Indianer, die im amerikanischen Westen um einen heiligen Berg trauern, der zur radioaktiven Müllkippe werden soll. Castoren, die scheinbar ohne Ziel zwischen Ländern hin- und hergeschoben werden. Der Film macht schnell klar: Ob in der Wüste Gobi, im Outback Australiens oder tief unter den Alpen – einen perfekten Aufbewahrungsort für Atommüll zu finden, scheint eine Illusion. Der Film stellt Fragen, mit denen wir an die Grenzen unserer Welt stoßen.

350.000 Tonnen radioaktiver Müll lagern weltweit – provisorisch – und kein einziges Land hat ein Endlager. Das brauchen wir aber und das muss sicher sein und zwar über eine Million Jahre. Das muss technisch beantwortet werden, aber die Suche wird auch zu einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung. Aber das sind wir den nachkommenden Generationen schuldig.

Jahrzehntelang wurde mit geradezu absurder Naivität die Atomkraft vorangetrieben. Der Müll, der dabei entstanden ist, wurde einfach ignoriert. Wir Grüne haben lange gegen die Atomkraft gekämpft und heute sind wir es, die uns dafür eingesetzt und Verantwortung übernommen haben, dass die Suche nach einem Endlager endlich geordnet auf der politischen Agenda steht. Und maßgeblich daran beteiligt ist und war Sylvia Kotting-Uhl. Und hier macht sie wirklich eine beeindruckende Arbeit. Die Diskussion nach dem Film mit Sylvia Kotting-Uhl hat gezeigt, dass das Gesetz erst der Anfang war. Ein langer Weg liegt vor uns und wir Grüne werden alles dafür tun, dass dieser Weg zu einem möglichst sicheren Endlager konsequent gegangen wird und vor allem die Gesellschaft partizipativ beteiligt wird.

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