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01.02.2011

Kommentar: Die Armut wächst - die Mittelschicht schrumpft

Die neuen Berechnungen sind besorgniserregend: die Armut in Deutschland steigt. Laut statistischem Bundesamt sind mehr als 15 Prozent der Deutschen armutsgefährdet, europaweit ist die Armutsqoute dagegen leicht gesunken. Die Spaltung in der Gesellschaft lässt aber die Bundesregierung kalt.

Armutsgefährdet sind die Menschen, die inklusive Sozialleistungen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung haben. Für Alleinlebende belief sich dieser Schwellenwert 2008 auf 11.151 Euro im Jahr. Dabei sind Langzeitarbeitslose am meisten gefährdet. Aber auch jeder fünfzehnte Erwerbstätige ist betroffen. Verschärft wird die Situation noch dadurch, dass die Mittelschicht immer weiter schrumpft. Im Jahr 2000 zählten noch 64 Prozent der Bürgerinnen und Bürger zur Mittelschicht, 2008 waren es knapp unter 60 Prozent. Vielen Menschen droht der soziale Abstieg.

Die Gesellschaft droht auseinander zu driften und die Bundesregierung tut nichts um dem entgegenzuwirken. Es werden milliardenschwere Rettungspakete für Banken geschnürt und den Armen ein Sparpaket auferlegt. Die Folge: die Armen werden noch ärmer und die Reichen eben noch reicher. Soziale Gerechtigkeit sieht anders aus. Wir brauchen Existenz sichernde Regelsätze, Mindestlöhne und mehr allgemeinverbindlich erklärte Tariflöhne.

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