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30.11.2017

Notwendig ist ein Sozialer Arbeitsmarkt

Die neusten Arbeitsmarktzahlen sind zunächst mal erfreulich: die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland sinkt auch im Winter weiter und liegt jetzt bei 2,368 Millionen. Nicht vergessen sollten wir aber diejenigen, die länger als ein Jahr ohne Arbeit sind. Denn trotz guter Konjunkturlage bleibt die Zahl der langzeitarbeitslosen Menschen in Deutschland seit Jahren auf hohem Niveau.

Mitte 2017 waren laut Bundesagentur für Arbeit 41 Prozent der Erwerbslosen bereits seit vier Jahren auf Hilfe angewiesen. 58 Prozent von ihnen waren länger als zwei Jahre hilfebedürftig. Dabei ist bekannt, dass die Chancen auf Arbeit sinken, je länger die Arbeitslosigkeit andauert. Ohne Perspektiven werden diese Menschen immer mehr an den Rand der Gesellschaft gedrängt.

Auch langzeitarbeitslose Menschen wollen arbeiten. Darauf muss ein moderner Sozialstaat angemessen reagieren. Kurzfristige Programme, wie sie bisher immer wieder einmal aufgelegt wurden, sind da keine Lösung. Notwendig ist daher ein Sozialer Arbeitsmarkt.

Verbunden mit einem Passiv-Aktiv-Transfer wird beim Sozialen Arbeitsmarkt statt Arbeitslosigkeit, Arbeit finanziert. Bislang langzeitarbeitslose Menschen bekommen einen echten Job und können damit ihr Leben finanziell selber bestreiten. Gleichzeitig eröffnet der Soziale Arbeitsmarkt den Menschen soziale Teilhabe. Das stärkt das Selbstwertgefühl, und es entstehen auch neue Chancen und Perspektiven für eine Arbeit ohne Förderung. Damit entspricht der Soziale Arbeitsmarkt dem Leitbild einer inklusiven Gesellschaft, die die Würde der Menschen in den Mittelpunkt stellt.