Inhalt

05.06.2018

Sozialer Arbeitsmarkt wird zur Mogelpackung

Bundesarbeitsminister Heil betreibt Etikettenschwindel mit dem Sozialen Arbeitsmarkt. Er verspricht 150.000 Arbeitsplätze, kann dieses Versprechen aber nicht halten, da er zu wenig Geld zur Verfügung stellt. Das ist nicht akzeptabel.

Laut unseren Berechnungen würden die Mittel für ca. 45.000 Plätze bis Ende der Legislaturperiode ausreichen. Das zeigt, ein verlässlicher und mit ausreichend Plätzen ausgestatteter Sozialer Arbeitsmarkt lässt sich nur über einen Passiv-Aktiv-Transfer finanzieren, bei dem Arbeitslosengeld II und Kosten der Unterkunft in einen Zuschuss zu den Lohnkosten umwandelt werden. So ließe sich tatsächlich Erwerbsarbeit, statt Arbeitslosigkeit finanzieren. Das ist dringend nötig, um Langzeitarbeitslosen endlich wieder Chancen und Perspektiven zu ermöglichen.

Wir bestärken den Bundesarbeitsminister aber darin, die Förderung am Tariflohn, ortsüblichen Löhnen oder zumindest am Mindestlohn auszurichten. Es wäre nicht akzeptabel, wenn tarifgebundene Unternehmen oder soziale Beschäftigungsbetriebe keine geförderten Langzeitarbeitslosen einstellen und sich nicht am Sozialen Arbeitsmarkt beteiligen könnten. Denn die Soziale und berufliche Integration von Menschen, die lange arbeitslos waren, ist eine gesellschaftliche Aufgabe und muss von allen engagiert angegangen werden.

Twitter

  1. Beate Müller-Gemmeke
    Beate Müller-Gemmeke: "Mit Zuschauen und Schweigen muss endlich Schluss sein: Wir werden Rassismus und Entrechtung konsequent beim Namen… https://t.co/QERztwK8Ts

  2. Beate Müller-Gemmeke
    Beate Müller-Gemmeke: Langzeitarbeitslosigkeit ist kein individuelles, sondern ein gesellschaftliches Problem. Deshalb brauchen wir einen… https://t.co/bUUPBVoMAn

  3. Beate Müller-Gemmeke