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08.03.2018

Stellungnahme: Endlagerstandort in der Schweiz

In der Schweiz wird derzeit nach einem Endlagerstandort für radioaktiven Müll gesucht. Alle Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit gehabt, sich zu dem Verfahren zu äußern. Das habe ich genutzt und eine Stellungnahme an das schweizerische Umweltministerium geschickt.

Seit 2008 wird in der Schweiz nach einem Endlager für schwach-, mittel- und hochradioaktive Abfälle gesucht. Derzeit kommen sechs mögliche Standorte für ein Tiefenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in Frage: Jura-Südfuss, Südranden, Wellenberg, Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost. Die drei letztgenannten Standorte sollen in der dritten und letzten Etappe vertieft für die Einlagerung hochradioaktiver Abfälle untersucht werden. Die letzte Etappe soll bis Ende 2029 abgeschlossen werden. Bis spätestens 2060 ist die Inbetriebnahme eines Endlagers für hochradioaktiven Atommüll geplant.

Grundsätzlich ist es gut, dass die Schweiz mit dem Sachplanverfahren für in der Schweiz produzierte radioaktive Abfälle, nach einer nationalen Lösung, also nach einer Lösung in eigener Verantwortung sucht. Auch gut ist, dass das Verfahren auf die bestmögliche Sicherheit ausgerichtet sein soll. Das grundsätzliche Ziel, für radioaktive Abfälle nach einem tiefengeologischen Endlager zu suchen, begrüße und unterstütze ich ausdrücklich. Und positiv ist natürlich auch, dass das Sachplanverfahren gestuft angelegt ist und nicht bereits zu Beginn ein einziger Standort für das Endlager vorgegeben wurde.

Es gibt allerdings auch Aspekte, die kritisch zu sehen sind. Diese Kritikpunkte betreffen das Verfahren, die dafür existierenden bzw. vorgesehenen Strukturen sowie Sicherheitsaspekte.