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27.01.2010

Tarifabschluss für die Zeitarbeitsbranche ist richtig und wichtig

Den Tarifabschluss zwischen dem Deutschen Gewerkschaftsbund und dem Bundesverband Zeitarbeit bezeichnet Beate Müller-Gemmeke als einen richtigen Schritt. Aufgrund der problematischen Arbeitsbedingungen gibt es allerdings immer noch genug zu tun.

Endlich hat der DGB erreicht, dass der niedrigste Tariflohn in der Zeitarbeitsbranche im Mai 2010 knapp über die magische Grenze von 7,50 Euro steigt, die seit langem als gesetzlicher Mindestlohn gefordert wird. Das ist auf jeden Fall ein Fortschritt.

Der Tarifabschluss verbessert aber kaum die Arbeitsbedingungen und Entgelte in der Zeitarbeitsbranche. Noch immer ist die Bezahlung deutlich niedriger, zum Teil sogar bis zu 45 Prozent bei Hilfskräften, als die von Stammbelegschaften. Dies führt dazu, dass die Bundesagentur für Arbeit jährlich über eine halbe Milliarde für Grundsicherungsleistungen für Beschäftigte in der Zeitarbeit ausgibt, damit diese von ihrem Lohn leben können. Hinzu kommen die Kosten für Vermittlungsgutscheine und Lohnkostenzuschüsse, mit denen die Zeitarbeitsbranche subventioniert wird. Daran muss sich dringend etwas ändern.

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