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15.05.2013

Telekom muss ILO-Kernarbeitsnormen weltweit einhalten

Die Telekom verstößt in mehreren Tochterfirmen im Ausland gegen die Menschenrechte. Beschäftigte werden daran gehindert, sich in Gewerkschaften zu organisieren oder müssen menschenunwürdige Arbeitsbedingungen hinnehmen. Ich fordere die Deutsche Telekom auf, diese Missstände abzustellen und für gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne in ausländischen Tochtergesellschaften zu sorgen.

Anlässlich der ordentlichen Hauptversammlung der Deutschen Telekom AG am 16. Mai 2013 in Köln erklären Volker Beck, Sprecher für Menschenrechtspolitik und 1. parlamentarischer Geschäftsführer, und Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für Arbeitnehmerrechte der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag:

Die Grünen fordern die Deutsche Telekom auf, gewerkschaftliche Betätigungen bei ihrer US-Tochter nicht zu behindern. Als internationaler Konzern mit Sitz in Deutschland, mit Tochterunternehmen in 50 Ländern der Welt, erwarten wir von der Deutschen Telekom, dass grundlegende Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nicht nur in Deutschland sondern an Standorten weltweit gewährt werden. Das Gegenteil ist der Fall. Insbesondere aus den Betrieben des Tochterunternehmens T-Mobile USA werden wiederholt und systematisch Verstöße gegen die Vereinigungsfreiheit, das Recht auf Kollektivverhandlungen und das Diskriminierungsverbot gemeldet. Von schlechten Arbeitsbedingungen in Tochterunternehmen der Deutschen Telekom wird auch aus Ländern wie Ungarn, Kroatien und Montenegro berichtet.

Die Deutsche Telekom verstößt dabei gegen Normen und Geist der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) der OECD-Richtlinien für multinationale Unternehmen und verletzt die Verpflichtungen aus dem UN Global Compact für Unternehmen, dem sie selbst im Jahre 2000 beigetreten ist. Wir halten es für unhaltbar, wenn die Deutsche Telekom die Missachtung dieser internationalen Normen damit verteidigt, dass das jeweilige Recht vor Ort nicht verletzt wurde. Auch wenn Gewerkschaftsfeindliche Strategien in den USA die Regel sind, ist das Verhalten der T-Mobile-Tochter nicht zu rechtfertigen. Menschenrechte und Kernarbeitsnormen sind unabdingbare Rechte, sie dürfen nicht relativiert werden.

Wir fordern die Deutsche Telekom auf, die selbst eingegangenen Verpflichtungen und die universell geltenden Rechtsnormen als Mindestnormen für Beschäftigte in allen Unternehmen der Deutschen Telekom weltweit zu garantieren und umgehend umzusetzen.

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  1. Beate Müller-Gemmeke
    Beate Müller-Gemmeke: RT @fbrantner: Papazeit für das Baby direkt nach der Geburt? Die #EuropäischeUnion #EU sieht das vor - aber Ministerin Giffey @BMFSFJ sieht…

  2. Beate Müller-Gemmeke
    Beate Müller-Gemmeke: #Langzeitarbeitslose dürfen nicht aufs Abstellgleis gestellt werden. Sie brauchen die gleichen Chancen auf Weiterbi… https://t.co/K8uCQZeiBv

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