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30.11.2018

Veranstaltung 100 Jahre Frauenwahlrecht

Am 30. November 1918 trat das Frauenwahlrecht in Deutschland in Kraft – ein historisches Datum. Die vhs Reutlingen hat diesen Jahrestag zum Anlass genommen, um nachzufragen, wie es heute – 100 Jahre später – um die Rechte der Frauen bestellt ist. Fakt ist: wir haben noch einen langen Weg vor uns bis Frauen wirklich gleichgestellt sind. Wir müssen weiterhin gemeinsam für die Rechte der Frauen kämpfen.

Zur Einstimmung wurde der Film „Die göttliche Ordnung“ von Regisseurin Petra Volpe gezeigt. Der Film erzählt den Kampf um die Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz am Beispiel der Heldin Nora Ruckstuhl, Hausfrau und Mutter von zwei Kindern. In einem Appenzeller Dorf beginnt sie sich langsam, aber hartnäckig für das Frauenstimmrecht einzusetzen – und dafür, wieder berufstätig sein zu können. Das war großes Kino und der Film ging mir extrem unter die Haut. Denn er hat gezeigt, wie unvorstellbar hart der Kampf war. Es waren großartige Frauen, die für unsere Rechte gekämpft haben.

Anschließend habe ich mit den Gleichstellungsbeauftragten Rahel Rose und Cornelia Eger darüber diskutiert, was die Politik machen muss, damit Frauen endlich zu ihren Rechten kommen. Es gibt nach wie vor noch viele Baustellen: die „gläserne Decke“ steht immer noch, Frauen verdienen nach wie vor ein Fünftel weniger als Männer und auch ein Blick in den Bundestag reicht, um zu sehen, dass wir hier weit zurück liegen: nur 31 Prozent der Abgeordneten sind weiblich – das ist beschämend. Gleichzeitig führen wir mittlerweile wieder einen Abwehrkampf, weil rechte Kräfte mit einem ganz anderen Frauenbild wieder zurück in die Vergangenheit wollen. Wir müssen weiterhin gemeinsam kämpfen, denn ohne Kampf gibt es keinen Fortschritt bei den Rechten der Frauen.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurde noch die Ausstellung „100 Jahre Frauenwahlrecht – Frauenwahlrecht hier und anderswo“ eröffnet. Zusammen mit einer Gruppe Migrantinnen hat die Kontaktstelle Frau und Beruf Neckar-Alb eine Plakatausstellung initiiert. Die Plakate zeigen die unterschiedlichen Rechte von Frauen in Politik und Wirtschaft in 15 Ländern.

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