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18.06.2018

Veranstaltung zur europäischen Agrarpolitik

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Bei der grünen Veranstaltung in Bernloch mit unserer Europaabgeordneten, Maria Heubuch, ging es um die EU-Subventionspolitik. Die Veranstaltung war gut besucht und die Diskussion war lebhaft. In meiner Einführung fasste ich kurz unsere Position zusammen: Wir wollen die bäuerliche Landwirtschaft stärken und das Höfesterben beenden. Und wir wollen eine Landwirtschaft, die beim Klimaschutz hilft. 2518

Maria Heubuch, selbst Betreiberin eines kleinbäuerlichen Milchviehbetriebes, umriss die derzeitige Situation der Landwirte: Die niedrigen Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse machten den Landwirten das Leben schwer und setzten sie unter Druck. Viele seien vor die Wahl gestellt entweder zu wachsen oder zu weichen. Herausforderungen seien zudem der Klimawandel und die damit einhergehende hohe Zahl an Extremwetterereignissen. Außerdem führe das derzeitige Landwirtschaftsgeflecht dazu, dass sowohl Bauern vor Ort als auch weltweit in einer Existenzkrise seien.

Als Hauptursache für Fehlentwicklungen identifizierte Heubuch das derzeitige EU-Subventionssystem. Die Agrar- und Haushaltskommissare hatten eigentlich zielgerichtete Subventionen angekündigt zur Stärkung der kleinen und mittleren Betriebe und zum Schutz von Umwelt und Klima. Aber jetzt sollen die gekürzten Subventionen wieder entsprechend dem alten System verteilt werden. „So wird die Chance auf die nötige Transformation der Landwirtschaft verspielt“, bilanzierte Heubuch. Schließlich plädierte sie für einen aus ihrer Sicht unverzichtbaren Richtungswechsel in der Landwirtschaftspolitik: „Bei Nahrungsmitteln funktioniert der globale Markt nicht.“ Heubuch möchte eine kleinbäuerliche Landwirtschaft stärken. Bei der Biodiversität habe in Studien eine kleinstrukturierte Landwirtschaft die besten Werte ergeben. Kleinbäuerliche Landwirtschaft biete bessere Voraussetzungen für das Tierwohl und sichere deutlich mehr Arbeitsplätze. International müssten agrar- und entwicklungspolitischer Bereich zusammen gedacht werden. Freihandelsverträge und eine Politik für Großkonzerne gingen meist zu Lasten der Ärmsten.

Die anschließende Diskussion verlief sehr lebhaft. Ein Bio-Landwirt betonte die Vorteile der Direktvermarktung. Die Ausrichtung auf den Weltmarkt kritisierten gleich mehrere Landwirte. Ein Landwirt brachte es auf den Punkt, indem er den kleinen Finger präsentierte und sagte: „Deutschland isch so groß. Ond mir wellet d’Welt ernähra. Goht’s eigentlich no.“ Abschließend stellte die grüne Europaabgeordnete klar, nachdem sie darauf hingewiesen wurde, dass konventionelle Landwirte zunehmend Rechtfertigungsdruck verspüren: „Es geht nicht um Bio-Landwirtschaft gegen konventionelle Landwirtschaft. Unser eigener Hof wird konventionell betrieben. Es geht um kleinbäuerliche gegen großindustrielle Landwirtschaft. Und wir wollen kleinbäuerliche Landwirtschaft in der Fläche. Auf dem Weltmarkt können Landwirte, gerade auf der Alb, nicht bestehen.“

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