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06.02.2019

Wolfgang Stather - Mehr als Anwalt: Kämpfer, Mitstreiter, Ermutiger, Erneuerer, Freund

Ankündigung: An diesem Abend wird Wolfgang Stather gewürdigt, der vor einem Jahr verstorben ist. Wolfgang hat sich nicht nur jahrelang für GewerkschaftGrün engagiert. Er prägte auch die Stadtgesellschaft, die Betriebsratsarbeit in der Region und die Gewerkschaftskultur weit darüber hinaus. Wolfgang fehlt uns sehr. Gemeinsam mit vielen Weggefährt_innen wollen wir uns an ihn und sein Handeln erinnern und dazu lädt die Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg und das Kulturzentrum Karlstorbahnhof ein am 21. Februar um 18:30 Uhr, Im Karlstorbahnhof (Saal) in Heidelberg.

Selbstorganisation, gemeinsames Handeln und neue Wege betreten waren für ihn zentrale Anliegen.

Er war Leiter des Studentenwohnheims Collegium Academicum, einer Schule der Demokratie in Selbstverwaltung in bewegten Zeiten. Nach der gewaltsamen Räumung des CA ermöglichte er mit dem Förderverein weiter selbstverwaltetes studentisches Wohnen. Daraus ging das aktuelle Projekt für ein neues selbstverwaltetes Studierendenwohnheim auf der Konversionsfläche Hospital in Rohrbach hervor.

Als Anwalt an der Seite von Arbeitnehmer*innen kam es ihm auf die Vermittlung von Handlungskompetenz an, gewerkschaftliche und betriebliche Bildungsarbeit waren seine Leidenschaft. Er stand für die Entwicklung kreativer Lösungen.

Zahllose Initiativen und Bewegungen suchten Wolfgangs Rat und fanden Unterstützung. Er lebte selbst Solidarität und war aktiv bei Arbeitskämpfen, in der Friedens- und der Anti-AKW-Bewegung.

Das Engagement für internationale Solidarität konkretisierte sich in der Gründung des „Dritte-Welt-Ladens“ in der Altstadt.

Ein Meilenstein für Heidelberg war die Durchsetzung eines unabhängigen, nicht-kommerziellen Kulturzentrums: 1995 öffnete der Karlstorbahnhof. Wolfgang begleitete das Projekt im Beirat und half, es über so manche Klippe zu steuern.

Wolfgang trug zur Neuorientierung der Gewerkschaftsarbeit bei; er reizte das Machbare aus und zeigte neue Wege auf. Er verband betriebliche und gesellschaftliche Themen: so konnte 2015, nach zwei Jahrzehnten unermüdlicher Verhandlungen, das Mahnmal für die ermordeten Zwangsarbeiter auf dem ehemaligen Firmengelände in Rohrbach eingeweiht werden.

Als Vorreiter mit Weitblick engagierte sich Wolfgang auch bei GewerkschaftsGrün. Er war Mitbegründer und langjähriger Ko-Sprecher des Netzwerks von Gewerkschafter*innen und Grünen auf Bundesebene. Er dachte sozialpolitische und ökologische Themen mit und über nationale Grenzen hinaus.

Welche Bedeutung hat Selbstorganisation und gemeinsames Handeln heute? Wo braucht es neue Anstöße?

Wolfgangs Engagement und Lust Neues zu gestalten wollen wir in Gesprächen mit Wegbegleiter*innen nachzeichnen und weiter denken.

Erinnern an einen Freund

Mit Rafik Schami

Selbstverwaltung als gelebte Schule der Demokratie

Das Collegium Academicum mit Wolfgang Stather als Leiter und der CA-Verein für das Zukunftsprojekt

Mit Achim Leuschen, Hanka  Leszczynska-Koenen, Margarete Over, Nicolai Ferchl

Ein Ort für Kultur der Vielfalt

Der Karlstorbahnhof

Mit Manfred Metzner, Ingrid Wolschin

Anwalt für Arbeitsrechte

Verteidigen – erweitern – befähigen – ermutigen – neu denken – Neues schaffen

Mit Mathias Helmke, Anton Kobel, Harald Bär, Eberhard Schick, Mirko Geiger

GewerkschaftsGrün

Das Ganze im Blick

Mit Reinhard Bütikofer, Beate Müller-Gemmeke

Die Gespräche führt Martina Senghas.

Sehr herzlich eingeladen sind alle Wegbegleiter*innen, Freund*innen und Interessierte.

Do, 21. Februar, 18.30 Uhr

Heidelberg

Karlstorbahnhof, Saal

Es laden ein die Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg und das Kulturzentrum Karlstorbahnhof.

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  1. Beate Müller-Gemmeke
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  3. Beate Müller-Gemmeke
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