Demokratie endet nicht am Werkstor

Mitbestimmung ist gelebte Demokratie – auch im Betrieb. Doch immer weniger Beschäftigte werden heute von einem Betriebsrat vertreten, während Union Busting zunimmt. Die baden-württembergischen GewerkschaftsGrünen haben deshalb auf dem Landesparteitag einen Antrag eingebracht – mit Erfolg. Die Grünen in Baden-Württemberg werden die Betriebs- und Personalratswahlen 2026 aktiv unterstützen und die Zusammenarbeit mit Gewerkschaften weiter stärken.

Mitbestimmung sorgt für faire Arbeitsbedingungen, Transparenz und echte Beteiligung. Betriebsräte machen Unternehmen nachweislich erfolgreicher, nachhaltiger und innovationsfähiger. Gerade in Zeiten des wirtschaftlichen und ökologischen Wandels ist das ein entscheidender Vorteil – für Beschäftigte und für Betriebe.

Die Realität ist jedoch alarmierend: Die Zahl der Betriebe mit Betriebsrat geht zurück, ebenso die Tarifbindung. Besonders kleine und mittlere Unternehmen sind betroffen. Gleichzeitig erleben viele Beschäftigte, dass die Gründung von Betriebsräten gezielt behindert wird – durch Einschüchterung, Rechtsbrüche und professionelles Union Busting.

Der Landesparteitag in Baden-Württemberg hat deshalb klare Schwerpunkte gesetzt: stärkere Vernetzung mit Gewerkschaften vor Ort, aktive Unterstützung von Kandidierenden für die anstehenden Betriebs-, Personal- und JAV-Wahlen, mehr Gewicht für gewerkschaftliche Perspektiven in der Partei – und ein entschlossenes Vorgehen gegen Union Busting, bis hin zur Prüfung einer Schwerpunktstaatsanwaltschaft.

Denn klar ist: Eine starke politische Demokratie braucht eine starke wirtschaftliche Demokratie. Mitbestimmung schützt Rechte, stärkt den Zusammenhalt und sorgt dafür, dass Wandel gerecht gestaltet wird – gemeinsam mit den Beschäftigten.

Demokratie am Arbeitsplatz stärken – Betriebsratswahlen 2026 aktiv unterstützen