Reutlingen zeigt Haltung – 5.000 gegen Höcke
Björn Höcke war in Reutlingen-Rommelsbach. Ein Mann, den der Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem einstuft. Ein Ideologe des völkischen Nationalismus. Ein Politiker, der unsere Demokratie verächtlich macht, spaltet, relativiert und bewusst an den Grundfesten des Rechtsstaats rüttelt.
Angemeldet waren 1.000 Gegendemonstrierende. Gekommen sind laut Polizei 4.000. Dann waren es 5.000. Der Platz war voll. Und es war laut.
Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Höcke. Gerner. Die AfD.“ standen wir direkt am Veranstaltungsort. Schulter an Schulter. Jung und alt. Familien, Schüler:innen, Senior:innen, Engagierte aus Vereinen, Kirchen, Initiativen und Parteien. Eine breite, wache, demokratische Stadtgesellschaft.
Wir stehen für Zusammenhalt statt Spaltung. Für Menschenwürde. Für Rechtsstaat. Für Vielfalt. Für faire Debatten. Und wir sagen klar Nein zu Ausgrenzung, Hass, Spaltung, Diskriminierung und Extremismus.
Wer Höcke eine Bühne bietet, weiß, wen er einlädt: keinen „missverstandenen Konservativen“, keinen bloßen „Hardliner“, sondern einen Akteur der extremen Rechten. Seine Rhetorik ist kein Ausrutscher. Sie ist Programm. Sie verschiebt Grenzen. Sie testet, wie weit unsere Demokratie sich provozieren lässt.
Die Antwort an diesem Tag war eindeutig. Reutlingen widerspricht. Laut. Sichtbar. Entschlossen.
Besonders bewegt haben mich die Schüler:innen des Bildungszentrums Nord. Sie haben ihre Schule sichtbar und unmissverständlich gegen die AfD positioniert. Junge Menschen, die Haltung zeigen. Klar. Mutig. Demokratisch.
Demokratie lebt vom Widerspruch. Aber sie verteidigt sich nicht von selbst. Reutlingen hat gezeigt, dass wir viele sind. Und dass wir nicht schweigen.
Kein Platz für Rechtsextremismus. Nicht in Rommelsbach. Nicht in Reutlingen. Und nirgendwo sonst.







