#3 Erinnerungskultur – Angriff auf die Grundlagen der Demokratie

Die AfD verhöhnt die Aufarbeitung der NS-Zeit, spricht vom „Schuldkult“ und fordert eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“. Damit greift sie die Grundlage unserer Demokratie an: das Bekenntnis zur Menschenwürde und zu den Lehren aus der Geschichte. Diese Haltung ist kein Ausrutscher, sondern Teil einer gezielten Strategie, die Erinnerungskultur umzudeuten – weg von Verantwortung, hin zu nationalistischen Narrativen.

Die Haltung der AfD zur Erinnerungskultur steht im Widerspruch zu den Grundwerten des Grundgesetzes. Die Verfassung verpflichtet uns, die Lehren aus der NS-Diktatur zu ziehen – aus dem Bewusstsein heraus, dass die Verachtung der Menschenwürde und die Zerstörung der Demokratie nie wieder geschehen dürfen. Dieses Bekenntnis ist keine historische Formalie, sondern ein Kernprinzip unserer freiheitlichen Ordnung.

Die AfD stellt diese Grundlage offen infrage. Sie relativiert die NS-Verbrechen, diskreditiert die Aufarbeitung der Vergangenheit als „Schuldkult“ und fordert eine geschichtspolitische Wende, die völkisch-nationalistische und revisionistische Narrative fördert. Statt Verantwortung und Aufklärung propagiert sie Stolz und nationale Identität. Ihr Ziel ist eine Umdeutung der Geschichte – weg von der Anerkennung der Opfer, hin zur Relativierung der Täter.

Damit gefährdet sie das, was die Verfassung schützt: die Lehren aus dem Zivilisationsbruch des Nationalsozialismus. Eine Demokratie, die ihre Geschichte verdrängt, verliert ihr Fundament. Wer das Gedenken an die Opfer verhöhnt oder die NS-Verbrechen verharmlost, stellt sich gegen die Würde des Menschen – und damit gegen den Geist des Grundgesetzes. Die AfD instrumentalisiert die Erinnerungskultur, um rechtsextreme Ideologien zu verankern und die Demokratie zu schwächen.​

Diese Haltung zieht sich durch zahlreiche Äußerungen führender AfD-Politiker und ist längst Programm. Sie ist keine Randerscheinung, sondern Teil einer geschichtspolitischen Strategie, mit der die AfD versucht, rechtsextreme Narrative in der Gesellschaft zu normalisieren.

Kurz gesagt: Die AfD bekämpft nicht nur die Erinnerungskultur – sie greift das demokratische Selbstverständnis unseres Landes an.

Quellen zur Erinnerungskultur der AfD