GewerkschaftsGrün Baden-Württemberg stellt sich neu auf

Mit frischem Team, klaren Themen und viel Energie startet GewerkschaftsGrün Baden-Württemberg in die nächste Phase. Beim Treffen in der Landesgeschäftsstelle der Grünen wurde ein neuer Vorstand gewählt – einstimmig und mit breiter Unterstützung. Neue Sprecher*innen sind Ute Kratzmeier und Finn Schwarz. Sie übernehmen von Julia Friedrich und Tom Bleile, denen wir herzlich für ihr Engagement in den vergangenen Jahren danken.

Als Beisitzer wurden ebenfalls einstimmig gewählt: Beate Müller-Gemmeke (Bundessprecherin von GewerkschaftsGrün), Siegfried Heim und Michael Haug. In der Landesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft–Finanzen–Soziales wird GewerkschaftsGrün künftig von Jonathan Ebert vertreten. Christina Stobwasser scheidet aus dem Vorstand aus – bleibt der Arbeit aber weiterhin verbunden. Auch Tom und Julia haben zugesagt, sich weiterhin inhaltlich einzubringen.

Klare Themen für die kommende Zeit

Vor der Wahl ging es inhaltlich zur Sache: Wir haben auf die Landtagswahlperiode 2021 bis 2026 zurückgeblickt – und den Blick nach vorn gerichtet. Klar ist: Es gibt noch einiges zu tun. Der Vergabe-Mindestlohn im Land muss endlich auf das Niveau der untersten Entgeltgruppe des Tarifvertrags im öffentlichen Dienst angehoben werden. Eine echte Gleichstellungsstrategie fehlt weiterhin. Ebenso notwendig ist eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft, die Straftaten gegen betriebliche Mitbestimmung konsequent verfolgt.

Arbeit, Ausbildung, Fachkräfte

Die steigende Arbeitslosigkeit – besonders bei jungen Menschen – war ein zentrales Thema. Unser Fokus bleibt klar: Mehr assistierte Ausbildung, zielgenaue Weiterbildung und bessere Unterstützung beim Einstieg in den Arbeitsmarkt. Dafür müssen die Sozialunternehmen und Bildungsträger auskömmlich finanziert werden. Gleichzeitig erwarten wir, dass erfolgreiche Projekte wie der Strategiedialog Automobil und die Landesagentur für Fachkräftezuwanderung weitergeführt werden.

Betriebsratswahlen: Einordnung statt Alarmismus

Ein erster Blick auf die Ergebnisse der Betriebsratswahlen zeigt: Die DGB-Gewerkschaften haben in einigen Betrieben zwar Sitze verloren. Gleichzeitig konnten rechte Listen trotz lautem Wahlkampf kaum profitieren – sie kommen auf etwa ein Prozent der Sitze. Ein wichtiges Signal gegen überzogene Debatten.

Rente: Soziale Antworten statt Schlagworte

Auch die Bundespolitik war Thema. Besonders kritisch sehen wir den oft verkürzt verwendeten Begriff der „Generationengerechtigkeit“ in der Rentendebatte. Unser Anspruch ist klar: Wir brauchen ein Rentenkonzept, das sozial gerecht ist und gleichzeitig langfristig trägt. GewerkschaftsGrün wird sich dafür einsetzen, dass die Grünen hier klare und tragfähige Antworten entwickeln.