Merz drängt aufs Tempo – aber was bedeutet das für Beschäftigte?

Kanzler Friedrich Merz will nach der Sommerpause schnelle Reformen und stellt Wachstum ins Zentrum. Doch beim 8-Stunden-Tag, bei Befristungen und bei der Rente zeigt sich: Entscheidend ist nicht nur das Tempo, sondern was Reformen für die Menschen bedeuten.

Deutschland braucht wirtschaftliche Dynamik. Aber die entscheidende Frage ist: Wie soll dieses Wachstum entstehen – und wer trägt die Folgen?

Merz will den 8-Stunden-Tag angreifen und sachgrundlose Befristungen ausweiten. Gleichzeitig geht die Debatte um ein späteres Rentenalter weiter. Für GewerkschaftsGrün ist das die falsche Richtung.

Denn hinter diesen politischen Entscheidungen stehen Menschen. Beschäftigte brauchen Zeit für ihr Leben, Sicherheit im Job und die Aussicht auf eine gute Rente. Wer wirtschaftliches Wachstum will, darf deshalb nicht vor allem danach fragen, wie Beschäftigte noch flexibler eingesetzt werden oder länger arbeiten können.

Wirtschaftspolitik darf Menschen nicht nur als Arbeitskraft oder Kostenfaktor betrachten. Sie muss gute Bedingungen für Arbeit schaffen und den Menschen Sicherheit geben.

Menschen sind keine Stellschrauben für mehr Wachstum. Wirtschaft muss das Leben der Menschen besser machen.