AfD-Energiepolitik: Mehr Abhängigkeit, höhere Kosten, weniger Sicherheit
Die Klimakrise ist längst bei uns angekommen: in diesem Sommer mit einer Hitzewelle von historischer Dimension. Und was macht die AfD Sachsen-Anhalt? Sie antwortet darauf mit Atomkraft-Fantasien, Blockaden gegen Wind und Sonne und weniger Hilfe für Menschen, die von Öl und Gas wegkommen wollen.
Die AfD verkauft energiepolitischen Rückschritt als Entlastung. In ihrem Regierungsprogramm für Sachsen-Anhalt redet sie den menschengemachten Klimawandel klein und stellt wissenschaftliche Erkenntnisse infrage. Wer schon die Ursache des Problems leugnet, wird auch keine tragfähigen Lösungen anbieten.
Stattdessen verklärt die AfD Atomkraft zur Lösung. Doch neue Atomkraftwerke wären teuer, würden frühestens nach vielen Jahren Strom liefern und hinterließen weiterhin Risiken und Atommüll. Eine Antwort auf die aktuellen Herausforderungen bei Energiepreisen und Versorgungssicherheit ist das nicht.
Gleichzeitig will die AfD den Ausbau von Wind- und Solarenergie ausbremsen. Dabei wird erneuerbarer Strom vor Ort erzeugt, macht unabhängiger von Energieimporten und gehört zu den günstigsten Formen der Stromerzeugung. Wer Wind und Sonne blockiert, macht Energie nicht billiger, sondern bremst den Weg zu einer sicheren und bezahlbaren Versorgung.
Besonders unsozial ist der geplante Rückzug bei der Förderung klimafreundlicher Heizungen. Die AfD will Hilfen für Menschen streichen, die ihre Öl- oder Gasheizung ersetzen wollen. Damit bleiben viele Haushalte länger von fossilen Energien und schwankenden Preisen abhängig.
Wo Sachsen-Anhalt tatsächlich handeln könnte, blockiert die AfD. Wo das Land nicht allein entscheiden kann, macht sie große Versprechen: niedrigere Stromsteuern, das Ende des Heizungsgesetzes und das Ende der Russland-Sanktionen. Darüber entscheiden jedoch der Bund und die Europäische Union.
Das ist kein Plan für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung. Es ist Energiepolitik von gestern – bezahlt von den Menschen.




