Welttag für menschenwürdige Arbeit: Keine Jobs mit Verfallsdatum

Gerade junge Menschen starten besonders häufig mit befristeten Verträgen ins Berufsleben. Statt sachgrundlose Befristungen noch auszuweiten, braucht es Perspektiven, faire Löhne und Arbeitsverhältnisse, auf die sie sich verlassen können.

Wer jung ist und ins Berufsleben startet, braucht Chancen. Und vor allem eine Perspektive. Am heutigen Welttag für menschenwürdige Arbeit stehen junge Beschäftigte im Mittelpunkt. Zu Recht. Denn viel zu oft beginnt der erste Job mit einem Verfallsdatum.

Gerade junge Menschen sind überdurchschnittlich häufig befristet beschäftigt. Sie sollen Verantwortung übernehmen, flexibel sein, ihren Platz im Berufsleben finden. Gleichzeitig wissen viele nicht, ob ihr Job in einem Jahr noch da ist.

Und jetzt möchte die Merz-Regierung die sachgrundlose Befristung sogar noch ausweiten.

Das geht gar nicht!

Denn diese Unsicherheit bleibt nicht auf die Arbeit beschränkt. Sie reicht weit ins eigene Leben hinein. Bekomme ich mit einem befristeten Vertrag überhaupt eine Wohnung? Kann ich planen, wie es nächstes Jahr weitergeht? Kann ich größere Entscheidungen treffen, wenn ich nicht weiß, ob mein Einkommen bleibt? Solche Fragen stellen sich junge Menschen, wenn sie immer wieder nur befristet beschäftigt sind.

Wer ins Berufsleben startet, darf nicht jahrelang in der Warteschleife hängen und von Vertrag zu Vertrag hoffen, dass es weitergeht.

Junge Menschen brauchen einen guten und fairen Start. Einen Lohn, von dem sie leben können. Und einen Arbeitsplatz, auf den sie sich verlassen können.