Faire Arbeit bei Essenslieferdiensten

Ein Klick aufs Handy. Das Essen kommt. Aber wer denkt an die Menschen, die es bringen? Bei Wind und Wetter, im dichten Verkehr, oft unter enormem Zeitdruck. GewerkschaftsGrün und die Grüne Jugend haben gemeinsam einen Beschluss mit konkreten Forderungen für faire Arbeit bei Essenslieferdiensten verabschiedet.

Während die Lieferplattformen am Geschäft verdienen, müssen viele Fahrer:innen um faire Bezahlung, sichere Arbeitsbedingungen und ihre Rechte kämpfen. Das geht gar nicht! Unsere Forderungen sind deshalb konkret: Fahrer:innen müssen direkt bei den verantwortlichen Unternehmen angestellt werden. Schluss mit Subunternehmerketten, über die Unternehmen ihre Verantwortung abschieben!

Jede Arbeitsstunde muss bezahlt werden, auch Wartezeiten. Es braucht faire Löhne, sichere Fahrräder, wirksamen Arbeitsschutz und echte Mitbestimmung.

Und noch etwas: Wer Beschäftigte per App steuert, muss offenlegen, wie Algorithmen über Aufträge, Bewertungen und Arbeitsbedingungen entscheiden. Digitalisierung darf kein Freibrief sein, um Arbeitnehmerrechte auszuhebeln.

Gerade junge Menschen und migrantische Beschäftigte sind besonders gefährdet, wenn sie ihre Rechte nicht kennen oder sprachliche Hürden haben. Sie brauchen Schutz statt Ausbeutung.

Für uns ist klar: Wer das Geschäft organisiert und daran verdient, muss auch Verantwortung für die Beschäftigten übernehmen.

Essenslieferdienste: Wer liefert, verdient Schutz und faire Arbeit