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29.07.2018

Albtour 2018 - Tag 6

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Der sechste Tag meiner Albtour begann mit Bernd Weckler und einer Bahnfahrt mit der Schwäbischen Alb-Bahn zum wunderschön neu sanierten Bahnhof in Kohlstetten, der heute eröffnet wurde. Der alte sanierte Bahnhof ist sehr schön geworden. Anschließend haben wir den Biolandhof von Diana Schrade-Geckeler und das mobile Hühnerhaus besucht. Von da ging es dann weiter nach Ödenwaldstetten zu unserem neuen Quartier, dem Brauerei Gasthof Lamm. Und am Abend ging es zum Truppen-Tonfilm-Theater beim Alten Lager in Münsingen. Denn heute war Kinoabend.

Bernd Weckler ist ein Unikum und ein liebenswerter Mensch. Zur Feier des Bahnhofseröffnungstages begrüßte er uns heute in Münsingen mit einem kleinen Sektempfang. Kaum saßen wir, erzählte er schon. Denn Weckler entdeckte per Zufall einen Jungen, der ihn aufgrund seiner Geschichte berührte. Weckler nahm den Jungen unter seine Fittiche. Heute hat er nicht nur einen Schulabschluss, sondern er wird auch Lehrling in Wecklers Alb-Bahn-Betrieb. Chapeau kann ich da nur sagen, das hast du wirklich super gut gemacht, Bernd Weckler! Das Engagement ist gut für den Jungen, aber es macht auch Sinn, sich um den eigenen Nachwuchs zu kümmern, denn neues Personal findet die Schwäbische Alb-Bahn nur schwer. Zurzeit wird immer noch ein Zugführer gesucht, beworben haben sich auf die letzte Anzeige landesweit nur drei Personen. Und die passten alle nicht zum Job.

Mit dem Zug ging es dann von Münsingen nach Kohlstetten. Und dort erwartete uns ein wunderschön sanierter neuer Bahnhof im alten Gewand von 1893. Fast 20 Jahre lang hatte das Gebäude leer gestanden und war langsam verrottet. Dann kaufte Ulrich Globuschütz das Haus. Und er sanierte es Stück für Stück in langwieriger Kleinarbeit. Fast alle Malerarbeiten führten er und seine Familie selbst aus. Balken und Fußböden mussten erneuert werden, das Dach war längst leckgeschlagen. Dem neuen alten Bahnhof sieht man heute an, wie viele liebevolle Handarbeit in ihm steckt. Eine Gaststätte lädt in dem alten Haus zum Verweilen und Genießen ein. Und oben im Bahnhof entsteht eine gemütliche Ferienwohnung mit Zuganschluss. Mario Storz, der Bürgermeister der Gemeinde Engstingen, der natürlich zur Eröffnung vorbeikam, war voll des Lobes. Er war froh, dass sein Kohlstetter Bahnhof endlich wieder so schmuck zum Leben erwacht ist.

Mit dem Rad ging es nach der Feier ein paar hundert Meter weiter zum Biolandhof von Diana Schrade-Geckeler. Den Hof stellte der Vater schon 1988 zum Bioland-Hof um. Damit ist ihr Hof einer der ersten Biohöfe in der Region. Heute ist Schrade-Geckeler Nebenerwerbslandwirtin und hat sich auf ihrem Hof auf das Federvieh spezialisiert. Auf der Wiese steht ein Hühnermobil und drum herum ist ein großes Freilaufgehege abgezäunt. Hier leben 160 glückliche Hühner, die genug Platz haben und hervorragende Eier legen. Und wenn die Wiese abgeweidet ist, kann der mobile Hühnerstall ein Stück weiterfahren und den Hühnern neues Gras bieten. Jedes ihrer Hühner frisst 130 Gramm Körnerfutter pro Tag, hinzukommen Gras, Würmer und Steine. Außerdem hat jedes Huhn bei ihr vier Quadratmeter Platz für sich – das ist die Bioland-Vorgabe für glückliche Hühner.

Gleich nebendran gibt es auch bei Schrade-Geckeler einen Gemeinschaftsacker wie am Rand von Münsingen. Seit 15 Jahren bewirtschaften verschiedene Familien aus dem Dorf diesen Acker zusammen. Hier wachsen Blumen neben Kartoffeln, Zwiebeln neben Kohl und Kräuter neben Kürbispflanzen. Wer hier pflanzt, versorgt sich gerne ein Stück weit selbst. Und natürlich beackert auch Diana Schrade-Geckeler ein Stück des Gemeinschaftsackers für sich und ihre Familie. Nach dem Rundgang gab es ein umwerfendes Stück Johannisbeerkuchen und vor allem gute, interessante Gespräche. Der Besuch hat gut getan bei den vielen netten Menschen.

Danach radelten wir alle weiter nach Ödenwaldstetten und bezogen dort unser neues Quartier im Lamm. Und abends ging es dann nach Münsingen ins Truppen-Tonfilm-Theater. Hans Kraft zeigte in dem alten französischen Truppenkino, das er neu belebt hat, den Stummfilm „Die Lichter der Großstadt“ von und mit Charly Chaplin. Ein umwerfender Film, der von Roger Makowski auf einem alten Klavier von 1905 begleitet wurde – und auf einem moderneren Piano mit leichterem Anschlag. Fast anderthalb Stunden spielte Makowski am Stück, ohne einen hörbaren Patzer. Ich sage Bravissimo! Es war ein wunderschöner Abend. Der Weg ins Truppen-Tonfilm-Theater lohnt sich.

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