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28.07.2019

Albtour 2019 - Tag 5

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Die Klimakrise ist längst auf der Alb angekommen. Die ersten Tage begleitete uns unbeschreibliche Hitze. Dann sackte das Thermometer in der letzten Nacht um mehr als die Hälfte ab und nach ordentlichen Gewittern in der Nacht regnete es sich am fünften Tag ein. Wir stiegen notgedrungen vom Rad auf das Auto um und besuchten damit zunächst das Lauterdörfle. Anschließend ging es ins Naturtheater Hayingen. Und am Abend siedelten wir dann mit Sack und Pack von Münsingen in unser neues Quartier, Speidels Braumanufaktur in Ödenwaldstetten um.

Am Morgen nach dem Stadtfest sieht es in Münsingen noch gut aus. Es ist zwar wirklich kalt geworden, doch das ist zum Radfahren ja ganz angenehm. Doch gerade als wir loswollten, begann es wie aus Eimern zu schütten. Auf unseren 21 Kilometern bis zum Lautertaldörfle wären wir klatschnass geworden. Deshalb sind wir dann doch lieber auf’s Auto umgestiegen.

Frank Bertsch vom Ferienpark Lautertaldörfle bei Hayingen begrüßte uns in seiner kleinen Rezeption. Hier verwaltet er die Urlaubsvermietung der „Häusle“ im Ferienpark, die alle in Privatbesitz sind. In schönster Biosphären-Lage auf einem sanft abfallenden Hügelrücken, direkt am Wald gelegen, stehen hier 105 Holzblockhütten, die zwischen 45 und 80 Quadratmeter groß sind und Platz für vier bis sechs Personen bieten. Heute waren alle Häuser belegt, und das ist typisch für die Feriensaison, sagt Bertsch. Beworben wird das Lautertaldörfle als „autofreie Ferienparkanlage“ – denn in den Park kann natürlich kein Auto hineinfahren, die bleiben vorher auf einem Parkplatz. Erreichen kann man den Ferienpark jedoch so gut wie nur mit dem Auto. Busverbindungen sind in diesem Teil der schwäbischen Alb zu rar gesät.

Am Nachmittag klarte der Himmel auf und es hörte auf zu regnen. So wurden die Laien-Schauspieler_innen des Naturtheaters Hayingen heute wenigstens nicht nass. Gestern spielten sie am Abend im Regen. Gegeben wird in der wildromantischen Naturbühne, die von Wald und Fels umgeben ist, in diesem Jahr „Der kleine Prinz“. Doch in Hayingen schwäbelt der Prinz und landet statt in der Wüste – wie im Original – in der schwäbischen Wacholderheide. Die Abenteuer des kleinen Prinzen werden erzählt vom flugvernarrten Gustl, der hier wirklich gelebt hat und als Gustav Mesmer – Ikarus vom Lautertal bekannt ist. Er wird von den Kindern geliebt und von den Erwachsenen für verrückt erklärt. Denn Gustl kann mit seiner Gedankenbrille seine Gedankenbilder sichtbar machen. Auch Prinzessinnen auf Einhörnern, wenn sich kleine Mädchen das wünschen. Das schwäbische Freilichtspiel hat uns allen viel Spaß gemacht.

Pünktlich nach dem Ende des „Kleinen Prinzen“ fing es wieder an zu regnen. Und zwar heftig. Wir packten unsere sieben Sachen und zogen in strömenden Regen um nach Ödenwaldstetten ins Hotel Speidels Braumanufaktur – in unser zweites Albtour-Quartier.

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