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13.08.2010

Leiharbeit verdrängt reguläre Beschäftigung

Die Zahl der Leiharbeitskräfte hat seit 2008 einen Höchststand erreicht. Beate Müller-Gemmeke sieht darin die Gefahr, dass dadurch reguläre Beschäftigung verdrängt wird und sich der Druck auf die Arbeitnehmer weiter erhöht. Gerade in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs darf nicht die Leiharbeit boomen, sondern müssen neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Leiharbeit jetzt im Aufschwung boomt und dies zu Lasten von regulärer Beschäftigung geschieht.

Immer mehr Unternehmen greifen auf das Instrument der Leiharbeit zurück, um damit Löhne zu drücken und Kosten zu senken. Das geht eindeutig am ursprünglichen Prinzip vorbei, durch Leiharbeit Auftragsspitzen abzufedern. Mittlerweile wird Leiharbeit zur Regel. Leiharbeitskräfte müssen für weniger Lohn und zu schlechteren Bedingungen arbeiten. Mehr Leiharbeit erhöht den Druck auf die Stammbelegschaft. Die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes steigt durch die Konkurrenz durch billigere Arbeitskräfte.

Durch die Leiharbeit entsteht ein Arbeitsmarkt mit Beschäftigten erster und zweiter Klasse. Die Bundesregierung muss endlich diesen Trend stoppen und die Leiharbeit wieder zu einem sozialverträglichen Instrument reformieren. Wir fordern eine Regulierung der Leiharbeit. Der Gleichbehandlungsgrundsatz „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ muss durchgesetzt werden. Für einsatzfreie Zeiten fordern wir einen Mindestlohn. Insgesamt dürfen Leiharbeitskräfte nicht schlechter gestellt werden als Stammbelegschaften – im Gegenteil: Leiharbeitskräfte unterliegen besonderen Flexibilitätsanforderungen, die mit einem Bonus in Höhe von 10 Prozent des Bruttolohnes honoriert werden sollen.

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