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19.02.2010

CDU zur Zeitarbeit: schöne Worte, wenig dahinter

Die Vorschläge der CDU-Arbeitnehmergruppe zur Regulierung der Zeitarbeit kritisiert Beate Müller-Gemmeke in einer Pressemitteilung, da sie keine Verbesserungen bringen.

Die Ankündigungen von CDU-Mann Weiß sind blanker Hohn für die Branche, denn ändern wird sich dadurch nichts. Hier wird Aktivismus verstreut, der keine Verbesserung für die Zeitarbeitskräfte bringt.

Den Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ erst nach zwölf Monaten einzuführen ist nicht nachzuvollziehen und bringt auch keine Verbesserungen, denn die Verweildauer von Zeitarbeitskräften liegt weit unter einem Jahr. Es ist auch nicht akzeptabel, dass eine maximale Abweichung vom Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ festgelegt werden soll. Der Gleichbehandlungsgrundsatz muss ohne Wenn und Aber auch in der Zeitarbeitsbranche gelten. Darüber hinaus fordern wir einen Bonus von 10% aufgrund der extremen Flexibilisierungsanforderungen an Zeitarbeitskräfte.

Bezeichnend ist auch, dass die Union kein Wort über die konzerninterne Arbeitnehmerüberlassung verliert, obwohl dies der Kern der Debatte um den Missbrauch in der Zeitarbeitsbranche war. Ein Verbot der konzerninternen Arbeitnehmerüberlassung ist das Mindeste, was wir von der CDU erwarten, damit die Substitution von Stammbelegschaften endlich ein Ende hat. Darüber hinaus soll das Synchronisationsverbot wieder eingeführt werden. In verleihfreien Zeiten muss ein Mindestlohn eingeführt, als allgemeinverbindlich erklärt und in das Arbeitnehmerentsendegesetz aufgenommen werden. Bei der Zeitarbeit ist heiße Luft fehl am Platz, es müssen endlich Taten folgen.

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