Die digitale Arbeitswelt politisch gestalten

Wirtschaft und Gesellschaft durchlaufen derzeit grundlegende und richtungsweisende Veränderungen. Die Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt schon heute. Einfache und schwere Tätigkeiten werden zunehmend von Robotern übernommen. Manche beschwören große Zahlen, um auf den möglichen Arbeitsplatzverlust aufmerksam zu machen. Andere halten dagegen, dass die Digitalisierung neue Arbeitsmöglichkeiten schaffen wird. Klar ist schon heute, die Digitalisierung bringt Chancen und stellt die Politik gleichermaßen vor große Herausforderungen.

Das digitale Arbeiten kann Freiräume für die Beschäftigten schaffen. In manchen Branchen wird es zunehmend möglich, Einfluss auf das Wo, Wann und Wie von Arbeit zu nehmen. Nicht mehr Ort und Zeit sind entscheidend, sondern Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung. Das schafft Freiräume und birgt große Chancen für eine humanere Arbeitswelt.

Digitalisierung birgt aber auch Risiken. Arbeit entgrenzt zunehmend. Smartphones rund um die Uhr und überall einsetzbare Laptops und Tablets verführen zu einer permanenten Erreichbarkeit. Viele Menschen finden keine Zeit mehr abzuschalten und aufzutanken. Die digitale Arbeitswelt wird voraussichtlich auch bunter – neben festen Jobs wird es auch mehr Solo-Selbstständige geben und auch Clickworker auf Plattformen. Notwendig sind vorausschauende Rahmenbedingungen. Deshalb haben wir einen ersten Aufschlag mit einem Autor_innenpapier in der Fraktion erarbeitet. Vieles ist noch unklar, sicher ist aber: Die Politik muss die digitale Arbeitswelt gestalten.

Links:

Antrag  Arbeit 4.0 – Arbeitswelt von morgen gestalten
Pressemitteilung Risiken der Digitalisierung ernst nehmen
Sonderseite “Digitale Chancen” – unsere Sonderseite ist online
Gastbeitrag Tagesspiegel Arbeit 4.0 – Fluch oder Segen? Beschäftigte müssen ihre Arbeit mitbestimmen
Autor*innenpapier Digitalisierung politisch gestalten
Pressemitteilung Mindesthonorare möglich machen 
Pressemitteilung Notwendig sind neue kollektive Regelungen für die Arbeit 4.0
Buchbeitrag „Crowdwork – zurück in die Zukunft?“